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Die letzte Aktualisierung:

17.05..2012

Im Neuen Zuhause

Igor jetzt Freud erzählt von seinen Eindrücken

Hallo ihr Lieben,

mein Name ist Freud (bei euch hieß ich aber noch Igor). Mein neues Frauchen hat mich Mitte Juni aus einer Pflegefamilie in Bünde abgeholt, an gefahren, das war gar nicht weiter schlimm, weil ich die ganze Fahrt von der neuen Frau an meiner Seite gestreichelt wurde und ich somit sowieso die meiste Zeit verschlafen hab. Als wir dann endlich aus dem Zug aussteigen konnten und ich mein neues Zuhause erkunden durfte, hab ich mich sofort wohl gefühlt. Aber sobald wir das Haus verlassen mussten, wurde ich unruhig und ängstlich, zu viele neue Gerüche und Geräusche, die ich nicht mochte. Da konnte ich mich gar nicht entspannen, um mein Geschäft zu verrichten. Aber daran hab ich mich schnell gewöhnt. Mittlerweile mache ich nichts lieber als mit Frauchen nach draußen zu gehen, manchmal braucht sie mir aber zu lang, um sich anzuziehen, da fang ich an zu quengeln und drängeln. Ich mag nun mal ganz schnell raus zum schnüffeln und Bäume markieren und um andere Hunde zu treffen, egal ob groß oder klein, alt oder jung, Männchen oder Weibchen, ich mag mit allen Hunde raufen und toben, am liebsten stundenlang.

Manchmal muss ich aber mit, wenn mein Frauchen etwas für ihre Bildung tun muss. Dann komme ich mit in die Uni. Da lieg ich am liebsten auf Frauchens Tasche und schlafe, ist nämlich ziemlich langweilig, was die Menschen da erzählen und diskutieren. Wenn ich ausgeschlafen hab, Frauchen aber noch nicht fertig ist, dann lauf ich einfach durch den Raum und lass mich streicheln. Irgendwie finden mich die Leute nämlich alle ganz toll und niedlich und wollen mich immer zu streicheln. Ich glaube Frauchen ist manchmal ein bisschen genervt, wenn wir durch die Stadt laufen und alle paar Meter stehen bleiben müssen, weil irgendein fremder Mensch mich toll findet und streicheln will. Aber ich finde das ganz toll. Und ich glaube Frauchen ist auch insgeheim ganz stolz auf mich. Ich hab nämlich schon ganz viel in ganz kurzer Zeit gelernt.

Wenn ich nicht gerad spielen will oder irgendwas zu fressen suche, kuschel ich am liebsten mit meinem Frauchen. Ich lebe nämlich nach dem Motto: Alles ist gut, wenn ich auf Frauchens Schoß liege! Dann ist mit dem Zug oder dem Bus fahren überhaupt nicht weiter schlimm.

Vor kurzem hat mich Frauchen mit zu ihren Eltern an die Nordsee genommen. Da wohnt schon eine Hündin namens Molly. Die mochte mich am Anfang überhaupt nicht gern. Aber nach ein paar Tagen und vielen Annäherungsversuchen hab ich es geschafft mich in ihr Herz zu schleichen. Danach durfte ich sogar aus ihrem Futternapf fressen, ohne angeknurrt zu werden und sie hat mich tatsächlich vor einer bösen Katze beschützt, die mich hauen wollte. Immer wenn ich daraufhin an Molly vorbeigelaufen bin, musste ich ihr einfach einen Knutsch auf die Nase geben. Ich mag sie.

Momentan übe ich mit Frauchen allein zu bleiben. Das klappt bisher ganz gut. Auch wenn ich sehr traurig bin, wenn ich für einen kurzen Zeitraum allein gelassen werde. Dann muss ich jaulen und fiepen. Aber ich beruhige mich auch wieder und warte brav, denn Frauchen kommt immer ganz schnell wieder und dann freue ich mich so sehr, dass ich schon mal mit meinem wedelnden Schwanz etwas umschmeiße.

Frauchen sagt, sie hat mich sehr lieb. Ich hab mein Frauchen auch sehr lieb. Wir passen gut zusammen, ich bekomme ganz viel Liebe und Aufmerksamkeit. Mir geht es wunderbar hier!

Liebe Grüße und vielen Dank an den Tierschutz La Palma von mir und meinem Frauchen

Euer Freud

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