Im Neuen Zuhause
Paco und Pedro
Im Februar 2010 habe ich auf La Palma darauf gewartet, dass mich endlich jemand im Internet entdeckt, damit ich aus dem Gehege rauskomme. Endlich hieß es Haare schneiden und Fell waschen, was ich nur deshalb ertragen habe, weil es hieß danach gehe ich auf die große Reise. Am 31.03.2009 kam ich in einer großen Kiste auf dem Flughafen München an. Mit einem Jahr war ich ja schon fast erwachsen aber etwas Angst hatte ich doch. Da waren aber dann zwei starke Arme, die mich sofort beschützt haben und nachdem ich meine Beruhigungstablette „verdaut“ und mich vom ersten Schreck erholt hatte, begann für mich ein großes Abenteuer.
Ich lernte meine beiden neuen Menschen kennen, die mir gleich versprochen haben, dass sie mich nicht mehr wegschicken und bis jetzt haben sie es gehalten. Doch nicht nur die Hundeschule, die neue Umgebung und das Autofahren habe ich erkunden können, plötzlich im Oktober 2010 wurden meine Menschen unruhig und sprachen von einem Pedro, dabei heiße ich doch Paco und von den Kumpels damals in La Palma hieß auch keiner so. Dann fuhren wir auch noch am späten Abend an eine Autobahnraststätte und ich hatte schon Angst, ich würde doch abgegeben, aber da stellten sie nur eine zweite Kiste ins Auto und es roch vertraut nach „La Palma Düften“. Sollten das doch ein Kumpel sein, den ich nur in La Palma noch nicht kenngelernt hatte!? Genauso war es. Zum Glück bin ich ja sehr besonnen, wenn wir beide so ein Treibauf wären wie Pedro, ich glaube dann hätten meine Menschen jetzt schon einen Herzinfakt. Außerdem hat Pedro gleich an Weihnachten eine Scheibe Schweinsbraten vom Tisch geklaut, so etwas haben meine Menschen überhaupt noch nicht erlebt und die hatten schon vier Hunde vor uns. Aber alles passiert zum ersten Mal.Das Klauen hat Pedro bis jetzt noch nicht ganz aufgegeben, obwohl ich ihm gesagt habe, wenn er das noch öfter macht, schicken sie ihn wieder nach La Palma, da hat er mich ausgelacht, so ist er halt und irgendwie kann man ihm nicht böse sein, dem kleinen Flummy, weil er ständig als Senkrechtstarter in der Luft steht, einfach so, außerdem ist er ein Jahr jünger als ich und da nehm ich ihn nicht so ernst, wenn er seine verrückten fünf Minuten hat.Ich bin so froh, dass ich einen prima Kumpel habe!! Meine Menschen mag ich auch sehr, aber Kumpel sind sie halt nicht!





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